Epilepsie

Welche Epilepsie-Behandlung gibt es, wenn Medikamente nicht wirken?

Bestimmte Epilepsieformen können operativ behandelt werden. So kann z. B. der Ort im Gehirn, von dem die Epilepsie ausgeht, operativ entfernt werden oder es werden Verbindungen im Gehirn durchtrennt, wodurch eine Ausbreitung des epileptischen Anfalls verhindert werden kann. Anhand spezieller Untersuchungsmethoden kann festgestellt werden, ob ein Patient für eine solche Operation in Frage kommt.

 

Seit einigen Jahren gibt es auch die Möglichkeit, Epilepsien mittels „Neurostimulation“ zu behandeln. Hier stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Das wohl bekannteste ist die sogenannte Vagusnerv- Stimulation. Der Vagusnerv steuert viele innere Organe und zum Teil die Beweglichkeit. Hierbei  wird in einer Operation ein kleines Gerät im Brustbereich implantiert, das mit einer Elektrode verbunden ist, die im Halsbereich den Vagusnerv stimuliert. Wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Herzschrittmacher wird dieses Gerät oft auch als „Hirnschrittmacher“ bezeichnet. Die Theorie hinter dieser Methode ist, dass durch die Reizung des Vagusnervs Impulse ins Gehirn weitergeleitet werden und dort bestimmte Hirnbereiche beeinflussen, wodurch Krampfanfälle verhindert werden. Mittlerweile gibt es auch Stimulationsgeräte, die rein äußerlich anwendbar sind. Allerdings ist noch nicht klar, wie wirksam diese sind.